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Umfrage

Meinungen zur Kreislaufwirtschaft in der EU gefragt

Die Europäische Kommission plant, bis Ende 2015 eine ambitionierte Strategie zur Kreislaufwirtschaft und Abfallpolitik vorzulegen. Der Vorschlag soll neue Regelungen zur Abfallgesetzgebung sowie einen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft beinhalten. Eingeschlossen sind Maßnahmen zu intelligentem Produktdesign, Wiederverwendung und Reparatur, Recycling und nachhaltigem Konsum ebenso wie zu Abfallbewirtschaftung, Recyclingraten, intelligentem Rohstoffeinsatz und zur Stärkung der Märkte für Sekundärrohstoffe. Dabei sollen die Meinungen von Unternehmen und auch der Öffentlichkeit berücksichtigt werden. Dafür hat die EU-Kommission extra ein Survey erstellt mit Hilfe die Meinungen zur Kreislaufwirtschaft eingeholt werden sollen.

Das Survey finden Sie hier.

Einwanderung wird momentan als die größte Herausforderung für Europa gesehen

In der neuen Eurobarometer-Umfrage wird deutlich, dass sich das Image der EU, trotz Flüchtlingsproblematik und Griechenlandkrise, verbessert hat. 41 Prozent haben ein positives Bild der EU (+2 Prozentpunkte), 38 Prozent haben ein neutrales Bild und 19 Prozent ein negatives (-3 Prozentpunkte). In Deutschland haben 45 Prozent ein positives Bild der EU, ein Zuwachs von 7 Prozentpunkten gegenüber der Umfrage von November 2014.

 

Mehr Europäer vertrauen der Europäischen Union, mit 40 Prozent stieg die Zahl gegenüber der letzten Umfrage von November 2014 um 3 Prozentpunkte und 9 Prozentpunkte gegenüber der  Europawahl im Frühjahr 2014. Als EU-Bürger fühlen sich 81 Prozent der Deutschen und 67 Prozent der Befragten europaweit.

 

Die Zukunft der EU sehen die Europäer mehrheitlich positiv (58 Prozent, + 2 Prozentpunkte), 36 Prozent haben hierzu eine pessimistische Haltung (-1 Prozentpunkt). In Deutschland sehen 60 Prozent der Befragten die Zukunft der EU optimistisch, 35 Prozent pessimistisch.

 

Die politischen Schwerpunkte der Europäischen Kommission unter Jean-Claude Juncker werden von den Europäern unterstützt. 59 Prozent der Befragten europaweit stimmen zu, dass öffentliche Gelder eingesetzt werden sollen, um private Investitionen auf EU-Ebene anzuregen. 72 Prozent der Europäer sind für eine gemeinsame Energiepolitik der Mitgliedstaaten. Die Zustimmung zu einer gemeinsamen europäischen Einwanderungspolitik ist in Deutschland besonders hoch: 84 Prozent unterstützen eine gemeinsame Migrationspolitik (+9 Prozentpunkte), EU-weit unterstützen 73 Prozent eine europäische Einwanderungspolitik.

 

Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Deutschland, sieht durch die Umfrage bestätigt, dass die EU das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückgewinnt und dass die Bevölkerung die Schwerpunkte der neuen Kommission unter Jean-Claude Juncker unterstützt.

 

Einwanderung hat die wirtschaftliche Situation als Top-Thema überholt. Im EU-Durchschnitt sehen 38 Prozent (+14 Prozentpunkte) der Befragten in 20 Mitgliedsländern Einwanderung als wichtigstes EU-Thema, in Deutschland sogar 55 Prozent der Befragten. Der Migration innerhalb der EU stehen die Europäer positiv gegenüber. Diese wird von 51 Prozent befürwortet. In Deutschland ist die Zustimmung um 9 Prozentpunkte gewachsen und liegt jetzt bei 59 Prozent. Der Einwanderung von Menschen außerhalb der EU stehen allerdings 56 Prozent der Europäer ablehnend gegenüber.

 

Die wirtschaftliche Situation des eigenen Landes wird wieder etwas positiver beurteilt, ein Viertel (26 Prozent, +4 Prozentpunkte) der Befragten sind optimistisch, was die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes in den kommenden 12 Monaten angeht. 48 Prozent gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation nicht verändert, 21 Prozent (-7 Prozentpunkte) gehen von einer Verschlechterung aus. Das die Auswirkung der Krise auf den Arbeitsmarkt ihren Höhepunkt bereits erreicht haben, meinen 48 Prozent (+4 Prozentpunkte) der Befragten, die Zahl derjenigen die glauben, dass das Schlimmste auf dem Arbeitsmarkt noch bevorsteht liegt bei 42 Prozent und ist um 4 Prozentpunkte gesunken.

 

Für eine Wirtschafts- und Währungsunion mit dem Euro als gemeinsamer Währung sind 57 Prozent der Befragten EU-weit und 69 Prozent im Euroraum. 69 Prozent der Befragten in Griechenland sind für die den Euro, ein Zuwachs von 6 Prozentpunkten gegenüber der Umfrage vom November 2014, in Deutschland sprechen sich 76 Prozent der Befragten für die gemeinsame Währung aus.

 

Die Sorge vor Terrorismus hat zugenommen, sie liegt bei 17 Prozent europaweit und stieg damit seit November 2014 um 6 Prozentpunkte an. Die wirtschaftliche Lage bereiten 27 Prozent (-6 Prozentpunkte), die Arbeitslosigkeit 24 Prozent (-5 Prozentpunkte) und die öffentlichen Finanzen der Mitgliedstaaten 23 Prozent (-2 Prozentpunkte) der Europäer Sorgen.



Die Umfrage wurde zwischen dem 16. und 27. Mai in 34 Ländern durchgeführt. Befragt wurden 31.868 Menschen in 34 Ländern (EU-Länder und Beitrittsländer).



Das Eurobarometer 83 (First results) und nationale Factsheets stehen hier zur Verfügung.